Reise blog von Travellerspoint

Grand Canyon

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Stefan & Max

Heute hies es wieder um 6:00 Uhr aufstehen, zumindest für Lukas, Papa und Stefan. Stefan hat die beiden um halb sieben zum Startpunkt ihrer Grand Canyon Tour gefahren. Dann gab es für Stefan und Max nochmal Frühstück und schon ging es für die beiden los nach Seligman, wo Stefan seine Kamera liegen gelassen hat. Dort haben sie sich ein wunderbares zweites Frühstück aus scrambled Eggs und Hash Browns gegönnt. Die Kamera haben sie auch wieder bekommen und dann ging es schon wieder zurück nach Tusayan. Dort angekommen erstmal im Imax einen Film über den Grand Canyon angeschaut. Da es erst kurz nach 14:00 Uhr war haben sie noch mal den Rand des Canyons nach den schönsten Foto Spots abgefahren und haben fotografiert was das Zeug hielt. Um 15:30 haben sie sich dann auf den Weg gemacht um Papa und Lukas vom Kobe Point, dem Endpunkt ihrer Tour abzuholen. Dort angekommen waren die beiden anderen auch ziemlich frühzeitig um kurz nach 16 Uhr dort, so dass wir gemeinsam Richtung Page weiterfahren konnten. Abends gab es gemeinsames Essen im China Restaurant in Page, war sehr lustig, da niemand so richtig wusst was was ist. War jedoch sehr reichhaltig, und hat auch gut geschmeckt.

Papa & Lukas

Grand Canyon

Heute stand die zweite große Wanderung unserer USA-Reise an. Da sich Stefan für den Half Dome opfern musste, war es nun die Aufgabe von Lukas, Papa zu begleiten. Am Vorabend hatten wir schon die Schilder gesehen, die eindringlich davor warnten, sich den Abstieg zum Colorado River und den Wiederaufstieg zum Canyonrand an einem Tag vorzunehmen. Daher hatten wir den Start etwas vorverlegt und waren schon um 6:30 Uhr am Einstiegspunkt zum South Kaibab Trail.

Es war schon hell und einige andere Wanderer begannen mit uns den Abstieg zum 1.450 m tiefer gelegenen Colorado River. Wir kamen flott voran und erreichten nach ca. 3 Stunden die Talsohle. Die meiste Zeit wanderten wir in der prallen Sonne, die trotz des frühen Morgens bereits unbarmherzig auf uns niederbrannte. Auf dem Weg begegneten wir auch zwei Cowboys, die mehrere Mulis den Weg hinauf führten.
Eigentlich hatten wir uns den Colorado wie einen europäischen Gebirgsfluss vorgestellt. Tatsächlich war er aber nicht klar und sprudelnd, sondern eine braune Brühe. Es hatte offenbar am Oberlauf des Flusses viel geregnet, so dass er viel Sand und Erde mit sich führte. Außer uns war praktisch niemand mehr auf dem Trail unterwegs, weil die meisten Wanderer nur in den Canyon absteigen, um dann in der Phantom Ranch, die etwas nördlich der Talsohle liegt, zu übernachten.

Wir überschritten den Fluss über die Black Bridge und rasteten am River Rest House, wo auch der Bright Angel Creek in den Colorado mündet. Dort erfrischten wir uns. Nach einer halben Stunde gingen wir über die Silver Bridge wieder auf die Südseite des Canyons. Dort führt der Bright Angel Trail wieder hoch zum South Rim. Dieser Trail ist zwar etwas länger als der South Kaibab Trail, dafür aber weniger steil und es gibt dort Wasserstellen - der entscheidende Gesichtspunkt für den Wiederaufstieg.

Zunächst ging es einige Zeit am Colorado entlang, dann bog der Trail nach Süden ab und wurde steiler. Mehrmals konnten wir uns an einem Bach mit Wasser benetzen, denn es war wirklich sehr heiß und anstrengend. Es dauerte einige Stunden, bis wir die so genannten Indian Gardens erreichten. Wir hatten uns erhofft, dort vielleicht ein Cola oder ein Eis kaufen zu können. Leider gibt es dort aber nur Toiletten und einen Campground (ohne Bewirtschaftung). Aber immerhin gab es wieder Trinkwasser. Unsere Getränkevorräte (Lukas 5 Liter, Papa 3) hätten niemals für den Aufstieg ausgereicht. Aber es war ja einkalkuliert, dass wir auf dem Trail ab Indian Gardens Wasser aufnehmen konnten. Wer dagegen den Bright Angels Trail absteigt und den South Kaibab aufsteigt (kein Wasser!), macht einen entscheidenden Fehler, der - wenn es ganz dumm läuft - lebensgefährlich sein kann.

Nach den Indian Gardens zog sich der Aufstieg bei ca. 38 - 41 Grad Celsius doch sehr in die Länge. Aber der Trail wurde von immer mehr Touristen bevölkert, die entweder im Canyon übernachtet hatten und jetzt beim Aufstieg waren oder die vom südlichen Canyonrand ein Stück nach unten gewandert waren. Wir machten nur kurze Pausen und kamen weiter zügig voran, so dass wir bereits um kurz vor 16 Uhr wieder den South Rim, von dem wir gestartet waren, erreichten. Dort konnten wir sofort Kontakt zu Stefan und Lukas aufnehmen, die nicht weit entfernt mit dem Auto warteten.

Wer körperlich fit ist und bei hohen Temperaturen ca. 10 Stunden - davon die meiste Zeit bergauf - laufen kann, ist für eine Grand Canyon-Durchschreitung an einem Tag gerüstet. Dennoch sind die Warnungen des National Park Service berechtigt. Der Durchschnittstourist (und erst recht der Durchschnittsamerikaner) sollten die Finger von dieser Tour lassen.

Fazit: sehr anstrengend und sehr beeindruckend! Wir waren jedenfalls am Ende stolz auf unsere Leistung. Wir hatten eine Rückkehr um ca. 17 Uhr „berechnet“, was ohnehin ehrgeizig war. Dass wir es bis 16 Uhr geschafft haben und zu keinem Zeitpunkt überfordert waren, ist bemerkenswert. Lukas did a great job! (RB)

Eingestellt von letsgowest 22:55 Archiviert in Vereinigte Staaten von Amerika

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